»Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.«

Dieses Zitat wird oft Albert Einstein zugeschrieben, aber wahrscheinlich hat es eher ein anderer kluger Kopf geäußert. Wie dem auch sei – es ist schon erstaunlich, wie rabiat der Mensch mit der Natur umgeht. Von leichter Hand werden da Nervengifte freigegeben und eingesetzt, obwohl offensichtlich die Wirkung auf Lebewesen nicht zureichend erprobt wurde – vorausgesetzt, der Verdacht der badischen Imker stimmt. Wie kurzsichtig und dumm, wenn man sich klarmacht, dass die Ernten der Landwirtschaft unmittelbar von den Bienen abhängen.

8 Antworten zu “Zuerst die Biene – dann der Mensch”

  1. califax sagte:

    Wie kommt es eigentlich, daß Amerika schon vor der Kolonisierung Nordamerikas durch die Engländer grün war? Wo kam die Landwirtschaft der Indianer her?
    Hinweis: Die Biene wurde in Amerika erst von den Engländern angesiedelt.
    Man sollte also nicht jeden Unsinn nachplappern, den irgendjemand mal von sich gegeben hat.
    (Was nicht heißt, daß man das Bienensterben nicht stoppen sollte.)

  2. Der liebe Gott sagte:

    Natürlich gibt es andere Arten der Bestäubung, aber Sie wollen doch nicht ernsthaft die heutige industrielle Landwirtschaft mit derjenigen der Indianer damals gleichsetzen?

    Das Bienensterben ist auf jeden Fall beunruhigend – auch wenn der Mensch die zitierten vier Jahre überlebt.

  3. califax sagte:

    Ich will nicht nur, ich tue es auch. Ob sie 20 vollbewachsene und bestäubte Hektar mit essbaren Planzen oder 20 vollbewachsene und bestäubte Hektar mit zum Teil essbaren Planzen haben, spielt für den Bedarf an Bestäubung gar keine Rolle. Es wird immer so getan, als ob industrielle Landwirtschaft plötzlich nicht mehr biologischen Gesetzen gehorche. Das ist esoterischer Unsinn. Okkultisten, die ei Vollmond Plazenta verbuddeln,mögen ja an sowas glauben. Das fällt unter Religionsfreiheit. Aber das ändert nicht die Naturgesetze.
    Übrigens war gerade der Maisanbau der südamerikanischen Indianer eine echte durchrationalisierte Massenproduktion. Anders hätte man die riesigen Städte mit ihren Handwerkern, Händlern und Kriegern, etc. gar nicht ernähren können. (Immer nur Fisch ist zu wenig.)

  4. Der liebe Gott sagte:

    Da fehlt mir natürlich das Fachwissen und eine Plazenta habe ich leider auch noch nicht verbuddelt, aber wer sagt mir, dass ein Nervengift, welches für Bienen tödlich ist, nicht auch andere Insekten in Mitleidenschaft zieht? Reicht dann die Windbestäubung? Zumindest würde der Ausfall der Bienenvölker wirtschaftlich großen Schaden anrichten, wenn man Seiten wie diesen glauben schenken darf.

    Habe ich schon erwähnt, dass mir auch der Honig sehr fehlen würde?

  5. califax sagte:

    Der Honig ist das, worum ich persönlich die größte Angst habe. :)
    Die Imker vermuten wohl im Moment, daß eben gerade ein Schädlingsgift auch gegen Bienen wirkt. Es ist aber auch auffällig, daß die Schäden vor allem in besonders großen Bienenstöcken auftreten. Das spricht wieder für Krankheitserreger. In den USA war das Problem auch deshalb so katastrophal, weil es dort praktisch nur eine Bienenart gibt - die englische Honigbiene. Das ist ein sehr eingeengter genetischer Stamm. Es fehlt die Vielfalt, die sonst für Robustheit sorgt.
    Was genau die Ursache ist, weiß ich nicht. Ich tippe sogar darauf, daß es nicht eine einzelne Ursache, sondern ein Zusammentreffen verschiedener Probleme ist.

  6. Der liebe Gott sagte:

    Sie schreiben »war« ein großes Problem; haben die Imker in den USA es denn mittlerweile in den Griff bekommen? Und was waren letztlich die Ursachen? Leider habe ich seit den damaligen Horrormeldungen keine weiteren Nachrichten dazu mehr gelesen. Und auch nichts aktuelles im Netz gefunden.

    Danke auf jeden Fall für die »befruchtende« Diskussion. ;)

  7. califax sagte:

    Naja, ich man hört nichts mehr davon. Das Sterben scheint ausgestanden zu sein. Ich weiß aber nicht, ob man wirklich die Ursache des Problems gefunden hat. Zuletzt wurde eine Milbenart beschuldigt. Es könnte also auch jederzeit wieder losgehen. Hängt davon ab, ob man nun geeignete Gegenmaßnahmen hat.
    Mich erinnert das ein wenig an die Reblausplage, die ja für die europäischen Winzer zunächst auch eine Katastrophe war.

  8. califax sagte:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,553814,00.html
    Hoffen wir mal, daß man jetzt wirklich die Ursache hat.

Eine Antwort hinterlassen